The Double Pendulum – Ein spielbares Experiment zur Chaostheorie.

Konzept & Ansatz:

Das Doppelpendel gilt als klassisches Beispiel für deterministisches Chaos: Ein einfaches mechanisches System, dessen Verhalten bei minimalen Änderungen der Ausgangslage völlig unvorhersehbar wird. In dieser Web-basierten Studie transformieren wir dieses mathematische Phänomen in eine interaktive, audiovisuelle Landschaft.
 Anstatt das Chaos nur zu betrachten, wird der Betrachter zum Akteur. Das Ziel war die Schaffung einer synästhetischen Erfahrung, bei der Bewegung, Licht und Klang nicht als separate Ebenen existieren, sondern direkt aus den physikalischen Parametern der Simulation (Winkelgeschwindigkeit, kinetische Energie) generiert werden.

Interaktion & Gameplay:
Der User steuert einen Licht-Impuls (Orb), der auf den nachleuchtenden Trajektorien (Trails) der Pendel gleitet. Die Spielmechanik basiert auf dem Prinzip des „Momentum“:
Navigation: Der Spieler nutzt die kinetische Energie der Pendel, um sich fortzubewegen.
Transition: Durch gezielte Sprünge wechselt der Akteur zwischen den chaotischen Bahnen verschiedener Pendel-Systeme, um einen kontinuierlichen Flow aufrechtzuerhalten und dem „Decay“ (Verblassen) der Strukturen zu entkommen.
Generatives Audio: Inspiriert von Minimal Music, fungieren die Pendel als physikalische Sequenzer. Jeder Nulldurchgang und jede Beschleunigung triggert Töne in einer pentatonischen Skala. Der Spieler moduliert durch seine Geschwindigkeit und Interaktion diesen Klangteppich in Echtzeit.

 

Technischer Hintergrund:
Die Anwendung läuft als Single File Lösung direkt im Browser.
Physik: RK4-Integration zur Simulation von N-Körper-Pendeln.
Visuals: Three.js mit Custom Shaders.
Audio: Tone.js für Echtzeit-Synthese (keine Samples).
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